Mit seinen Einzelbetten über der Heckgarage und dem seitlichen Klappbett an der Sitzgruppe bietet der schmale Teilintegrierte V 67 S auch einer Familie gute Platzverhältnisse. Wer bezüglich der Ausstattung höhere Ansprüche stellt, erhält mit der Adventure-Variante für knapp 58 000 Franken einen höchst attraktiven Gegenwert.


Seit 2004 macht die Preiswert-Marke der Hymer-Gruppe Furore und hat sich inzwischen zu einer festen Grösse im Einsteiger-Segment entwickelt. Dabei setzt Sunlight auf die gängigsten Grundrisse mit interessanten Detaillösungen, ein überschaubares Zubehörangebot dank der umfangreichen Serienausstattung sowie auf ein hohes Qualitätsniveau.
Als besonders interessantes Modell erweist sich der von uns gefahrene Van V 67 S in der Adventure-Variante, die auf dem Original-Flachrahmenchassis mit breiter Hinterachsspur des bewährten Fiat Ducato rollt. Neben dem leistungsstarken 140-PS-Turbodiesel gehört auch die üppige Sicherheits- und Komfortausstattung zum Serienstandard. Hinzu kommen beim Testmobil noch einige Einzel-Extras, wie das Digital-Paket, Klappbett Easy Fold und das mobile Internet-System, die den Preis auf 62 740 Franken steigen lassen, aber das Gewicht nur unwesentlich erhöhen. Denn immerhin beträgt die Zuladung des 3,5-Tönners gute 700 Kilogramm für Ausrüstung, Vorräte und Sportgerätschaften.
Die Kabinenkonstruktion wird in bewährter Machart gefertigt. Dabei bestehen die Sandwichteile aus einem Holzgerüst mit Styropor-ausfachung, die innen mit dekorfarbigen Sperrholzplatten und aussen mit glattem Aluminiumblech bestückt sind. Dach und Heckwand sind hingegen mit einer robusten GFK-Aussenhaut beplankt. Aussen zeigt sich der kompakte Sunlight im modernen Outfit mit den seitlichen Adventure-Designapplikationen und den schwarz lackierten Alufelgen. Dazu sorgen der dreiteilige Heckleuchtenträger mit den schräg gestellten LED-Leuchten und dem durchgehenden Lichtband Bridge Light sowie die formschöne Hutze mit der grossen Fensterfläche über dem Fahrerhaus für einen insgesamt stimmigen Auftritt.
Innen vermittelt der 6,95 Meter kurze und 2,14 Meter schmale Van 67 S dennoch ein grosszügiges Raumgefühl, das durch die helle Einrichtung noch unterstützt wird. Die Möblierung in der Dekor-Kombination Cozy Cottage, Black Flow, Dyna White und Active Grey gefällt ebenso wie die harmonisch abgestimmten Farben von Polster und Vorhängen. Abstandshalter zwischen Wänden und Möbeln gewährleisten zudem eine optimale Luftzirkulation. Auch die robusten Metallscharniere an den Klappen und Türen sind ebenso positiv zu vermerken wie die sicheren Pushlock-Verschlüsse. Gut genutzt ist der Fahrerhausüberbau mit dem grossen ausstellbaren Dachfenster und den seitlichen Fächern, in denen Kleinutensilien sicher untergebracht sind.
Eine neuartige Bettlösung zeichnet den V 67 S aus, die zum Aufpreis von 750 Franken geordert werden kann. Das innovative Easy-Fold-Bett befindet sich im zugeklappten Zustand kaum merkbar an der Wand hinter dem Seitensitz. Durch den stabilen Mechanismus gestaltet sich das Aus- und Einklappen ohne grossen Kraftaufwand, wenn vorher die beiden Polster am Seitensitz entfernt werden. Dann schwebt die 185 mal 80 Zentimeter grosse Liegefläche mit Kaltschaummatratze und Holzlattenrost quer über der Sitzgruppe und ist mit einer Metallleiter zu erreichen. Da es am Fussende nicht bis zur Wand reicht, schützen drei einhängbare Sicherheitsnetze vor dem Herausfallen.
Der gefällige Wohnbereich setzt sich aus der Quer- und Seitenbank sowie den drehbaren und sehr bequemen Cockpitsesseln zusammen, wobei der knapp einen Meter lange Einhängetisch mit einer Zusatzplatte um 20 Zentimeter verlängert werden kann. An Stauraum steht neben dem offenen Hängeschrank allerdings nur noch die schmale Seitenbanktruhe zur Verfügung, da in der Querbanktruhe auf der linken Seite der 96 Liter fassende Frischwassertank eingebaut ist.
Fazit
Alles in allem überzeugt der Van V 67 S Adventure im Einsteiger-Segment mit durchdachter Einteilung, umfangreicher Serienausstattung, hoher Zuladungskapazität sowie tadellosen Fahreigenschaften. Insgesamt also ein stimmiges Gesamtpaket zum interessanten Preis für die reiselustige Klientel.




Den kompletten Test gibt es im Magazin WOHNMOBIL & CARAVAN, Ausgabe 1/2026.
Text und Fotos: Siegfried Semper
aus dem Magazin: Wohnmobil und Caravan, Zeitschrift Nr. 1/2026