Die Firma Bürstner stellt 2027 die Produktion von Caravans ein. Künftig will sich das Unternehmen auf Reisemobile und Campervans konzentrieren.

Die Geschichte von Bürstner als Produzent von Caravans begann 1958, als Jakob Bürstner in seiner Bauschreinerei im Kehler Ortsteil Neumühl die ersten Caravans in Handarbeit fertigte. Nur drei Jahre später, 1961, ging man bereits zur Serienproduktion über. Das Wachstum verlief rasant: 1977 verzeichnete Bürstner eine Gesamtproduktion von 8500 Caravans, und bis 1982 hatte sich der Absatz mit 15 000 verkauften Einheiten nahezu verdoppelt. Den Einstieg in den Bau von Wohnmobilen wagte das Unternehmen schliesslich im Jahr 1986.
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung setzt das Unternehmen Bürstner künftig nur noch auf Wohnmobile und Campervans. Die Produktion von Caravans wird auf die Saison 2027 bis auf Weiteres eingestellt. Die Versorgung mit Ersatzteilen sowie sämtliche Serviceleistungen für die Wohnwagen «bleibt vollumfänglich bestehen», lässt Bürstner verlauten.
Seit 2025 steht Hubert Brandl an der Spitze der Geschäftsführung und treibt mit der neuen Strategie «Bürstner Reloaded» eine grundlegende Neuausrichtung des Produktportfolios voran. Im Zuge dessen wurde das Reisemobilangebot gezielt gestrafft und auf drei Baureihen konzentriert. Trotz der deutlichen Verschlankung des Portfolios hält sich Bürstner die Tür offen. Geschäftsführer Hubert Brandl stellt klar: «Unsere Entscheidung ist kein Abschied vom Caravan für immer.» Damit signalisiert er, dass eine Rückkehr in das Segment unter den richtigen Marktbedingungen durchaus denkbar bleibt.
Mehr News gibt es in der Ausgabe 3/2026 vom Magazin WOHNMOBIL & CARAVAN.
aus dem Magazin: Wohnmobil und Caravan, Zeitschrift Nr. 3/2026